Jahresbericht 2020

In diesem Jahr Teilt sich unser Jahresbericht in 2 Teile auf:

A) Entwicklungszusammenarbeit der NAJU Weil der Stadt - Aktivitäten unseres Vereins, in Kooperation mit unseren Partnern in Tansania

Auch in 2020 haben wir trotz Corona über den Tellerrand geschaut und wie in all den anderen Jahren auch, unsere Partnerorganisation TECAYO (Tanganyika Environmental Conservation & Youth Organisation) in ihren Aktivitäten zum Schutz der Umwelt, Natur und Kinder und Jugendarbeit unterstützt.

 

Uns liegen die Projekte von TECAYO deshalb besonders am Herzen, weil unsere Partner, genau wie wir, vornehmlich Projekte durchführen, in die Kinder und Jugendliche mit eingebunden werden, bzw Projekte gemacht werden, die direkt die Situation von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Dazu gehören im weitesten Sinn auch Projekte, die Müttern helfen (Armutsbekämpfung), denn die Lebensbedingungen in der Region um Mang’ula sind (wie in vielen anderen Teilen Tansanias auch), sehr schlecht, besonders für Frauen (Mütter) und Kinder, aber auch für Jugendliche in Bezug auf ihre Ausbildungsmöglichkeiten. So versuchen wir vor allem den Ärmsten der Armen zu helfen, indem sie in Tätigkeiten mit eingebunden werden, die ihnen in ihrem weiteren Leben helfen:

dazu gehören insbesondere einkommensschaffende Aktivitäten bzw Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche.  

 

Da wir aber ja keine Einnahmen haben (alles was wir machen, ist ehrenamtlich), müssen wir privat in unseren Kreisen versuchen Sponsoren zu finden. Wir sind sehr froh über Menschen, die uns bei diesen Projekten unterstützen bzw mitmachen möchten.  Spendenkonto siehe unten in Text.

 

Die Forest Zone School am Rand des Regenwaldes, in der zurzeit 73 Kinder aus hauptsächlich benachteiligten Verhältnissen betreut werden, konnte Dank Unterstützung der SEZ in diesem Jahr einen schon lange dringend benötigten Wasseranschluss bekommen. 

 

Durch den Wasseranschluss sparen sich die Lehrer / Betreuer der Schule täglich das Schleppen von mindestens 100 Liter Wasser pro Tag, das nicht nur zum Waschen der Hände, sondern auch zum Kochen der täglichen Schulspeisung benötigt wird. Gerade jetzt zu Zeiten von Corona, ist der Wasserbedarf zum Waschen der Hände und Spülen des Geschirrs doppelt wichtig.

Mit Unterstützung der SEZ konnten auch in allen 20 Schulen in und um Mang’ula sowie am Busbahnhof und Bahnhof des Ortes Handwaschstationen aufgebaut werden, ein Projekt, um der Ausbreitung von Corona auch hier im südlichen Tansania entgegen zu wirken.

Hygieneaufklärung an einer der beteiligten 20 Schulen des Ortes …Vielen Dank an die SEZ!

Was wir jedes Jahr sponsern:

  • die Lehrergehälter (1.200.-/ Jahr)

  • - tägliche warme Mahlzeit für alle 75 Kinder (Gesamtkosten pro Jahr dafür: 600 Euro)

Vielen Dank an Familie Hetzel aus Leonberg, die die Kosten der Schulspeisung weitgehend übernimmt. 

Für die Finanzierung all dieser Ausgaben und Projekte werden dringend noch Spender gesucht:

Lehrergehälter, Renovierungen an der Schule, Unterstützung der Schneiderwerkstatt, Unterstützung des Imkerprojekts und vor allem der Bücherei.

Die Fahrradwerkstatt trägt sich selbst. Zur Bezahlung der Werkstattleiter (es ist im Moment nur einer) der auch die Jugendlichen ausbildet, schicken wir jährlich einen Container mit Fahrrädern, die von verschieden dort engagierten Organisationen bzw Schulen, an Bedürftige umsonst abgegeben werden. 20 der Räder bekommt die Fahrradwerkstatt, um damit die jährlichen laufenden Kosten zu decken.

Die Schneiderei konnte in diesem Jahr auf ein weiteres Ausbildungszentrum erweitert werden. Wir haben Pastor George unterstützt, auf dem Gelände der Kirche/ direkt neben dem Kindergarten ein neues Schneiderei-Ausbildungszentrum mit 2 Räumen zu errichten. 

Hier fehlt, um das Gebäude komplett zu machen, dringend noch circa 2.000 Euro. Das Dach ist zurzeit noch provisorisch. Türen und Fenster fehlen.

Hier werden gerade Masken zur Verteilung an gefährdete Gruppen genäht (Krankenhaus, Busbahnhof etc)

Wie im Bericht von 2019 geschildert, konnte am Nördlichen Ortsrand von Mang'ula ein größeres Areal zum Aufforsten mit Moringa Bäumen gekauft werden. Ca 1000 Bäume wurden gepflanzt, alle sind gut angewachsen. Über die Bedeutung von Moringa finden sie viel im Internet, wir hatten darüber im Bericht von 2019 geschrieben. In diesem Projekt sind zurzeit circa 50 Familien (vornehmlich Mütter und Frauen) aus Mang'ula involviert.

Das Gelände des ehemaligen Mutter Kind Garten musste allerdings zum Bau einer Trockenstation für das geerntete Moringa weichen. Daher gibt es dort zurzeit auch keine Hühner mehr. Sobald Sponsoren für ein neues Hühnerhaus (ca 500 Euro) und Zaun (500 Euro) gefunden sind, könnte auf dem Gelände der Moringafarm, das Hühner-Projekt wieder neu starten.

 

Die Bücherei unseres Vereins / die einzige Bücherei in der ganzen Region... ist gerade jetzt, während der Corona Zeit, für die Lehrer und Schüler eine große Hilfe.

Hier können sich die Lehrer der umliegenden Schulen gleich ganze Klassensätze an Büchern für ihre Schüler holen. Wir haben ja über die letzten Jahre immer mal wieder englische Literatur und Schulbücher dorthin mitgenommen, bzw mit verschickt. Gerade jetzt zu Corona Zeiten ist die Ausstattung zumindest mit Büchern für die Schüler sehr wichtig. Die Digitalisierung der Schulen ist gleich Null.

 

In den Räumen der Bücherei finden auch Computer Kurse für Schüler statt. Wir haben einige Laptops gespendet (Dank an Alpine in Möringen). Die Computerkurse sind ein Angebot / in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum UPTC / Udzungwa Professional Training College, in dem Tour Guides, also Naturführer für die Region ausgebildet werden. Zurzeit sieht es für dieses Ausbildungszentrum allerdings sehr schlecht aus. Da seit März auch kaum noch Touristen ins Land kommen, haben die Tourguides keine Arbeit mehr. Den Menschen im Land, die sich zumindest mit kleinen Aktivitäten/ Angeboten für Touristen über Wasser halten konnten, sind diese Einnahmen komplett weggebrochen. Auch George Komba, kann sein Ausbildungszentrum nicht mehr halten.

Sehr schade, besonders für die jungen Leute, die sich auf die Weitervermittlung von Wissen über die Natur und Umwelt durch Angebote für naturinteressierte Gäste interessiert und spezialisiert hatten. 

Ein Problem für uns ist jetzt auch, die jährliche Bezahlung der Miete für das Gebäude der Bücherei (60.-Euro/ Monat) 720.- Euro im Jahr.

Normalerweise hätte sich das UPTC an den Kosten beteiligt, aber da George Komba zurzeit null Einnahmen hat, können wir von ihm kein Geld verlangen.

Der Vermieter hat angeboten, dass unser Partner Verein (TECAYO) das Gebäude (2 Zimmer mit einem Platz draußen vor dem Gebäude) auch kaufen könnte ... Preis 5.800 Euro, aber auch dafür ist das Geld leider nicht vorhanden. 

Wir müssen schnell eine Lösung finden... denn die 720.- Euro Miete-Zahlung im Jahr ist für Tecayo nun ein großes Problem. Wenn sich kein Sponsor findet, muss die Bücherei schließen.

Der Kauf des Gebäudes wäre die nachhaltigste / kostengünstigste Lösung, denn der Platz ist absolut ideal: die Räumlichkeiten liegen direkt im Ortskern, einfach von allen Seiten zu erreichen... gegenüber liegt die Krankenstation, so dass auch die Menschen von dort, die Bücherei nutzen können.

 

Sich weiterhin für Natur und Umweltschutz einzusetzen und zu schützen, ist zurzeit wegen dem Ausbleiben von Besuchern, ja in vielen Naturparadiesen, in denen sonst Touristen mit ihrem Besuch die Infrastruktur und die Einkommensverluste der Einheimischen abpuffern, zu einem Problem geworden.

In Tansania opfern die ohnehin armen Menschen viel, um die 1/3 Landesfläche, die unter Schutz steht, zu finanzieren. In den geschützten Gebieten (so auch in dem kleinen Ort Mang'ula, der direkt am Udzungwa Mountain National Park, in der Nähe des Selous Game Reserve bzw Mikumi National Park grenzt), ist das Betreten und Nutzen der Nationalpark-Flächen für die Bevölkerung nicht erlaubt. Auch Landwirtschaft oder Jagen ist dort verboten ...

Die Vorfahren der Bewohner der Region um Mang’ula konnten dies vor 25 Jahren noch machen, nun sind die Einkommensmöglichkeiten der Bewohner der Region Kilombero zum Schutz der Natur stark eingeschränkt, was uns für die Natur sehr freut, den Menschen aber mehr wirtschaftliche Armut beschert. 

 

Wir haben mit der Tourguide Schule (UPTC) ins Auge gefasst, in Mang‘ula im nächsten Jahr den Aufbau eines Heilkräutergartes zu unterstützen. Damit können Gäste auch aus dem eigenen Land angelockt werden und mit dem Verkauf von Kräutern und Gewürzen auch Einkommen erzielt werden. Aber auch hierfür werden dringend Unterstützer gesucht. 

 

Um die Imkerei haben wir uns in diesem Jahr nicht gekümmert, wir haben uns darauf verlassen, dass die Imker ihre Ziele im Blick haben und ihr Bestes geben. Wir freuen uns aber schon auch auf den Bericht von TECAYO Ende des Jahres, um zu schauen, was sich in Bezug auf die Imkerei getan hat. Wir wissen, auch hier gibt es Bedarfe (ein Haus zum Unterstellen ihres Equipments), aber das wird wohl noch einige Zeit warten müssen.

 

Die Fischteiche werden gut betreut und genutzt, davon hatte ich mich Ende Januar, bei meinem letzten Besuch, noch persönlich überzeugen können. Ich war sehr froh zu sehen, dass auch die Wartung der Teich-Anlagen gut funktioniert:

Wer dort Fische angeln möchte, muss auch mit Hand anlegen...  ein Projekt das erfolgreich funktioniert... wir brauchen da von unserer Seite aus nichts mehr dazu tun. So wünscht man es sich am Ende ja immer :)

Im November wurde wieder ein Container mit Hilfsgütern beladen.

Diesmal mussten wir unsere Fahrräder zur Beladung nach München bringen, weil dort Teile und Zubehör für 8 Cloudfischer (Nebelnetze) und mehrere Paletten mit Regenrinnen lagerten, die auch alle mit verladen werden sollten.

Mit den Cloudfischern hilft der Verein ped-world e.V. http://ped-world.de/ped_project/nebelnetze/ den Menschen im sehr trockenen Norden Tansania, sauberes Trinkwasser zu bekommen.

Nebelnetze (Cloudfischer) fangen in den Nächten die Feuchtigkeit aus der Luft, das Wasser wird in großen Behältern aufgefangen und steht den Menschen als Trinkwasser zur Verfügung.

Ende Januar wird der Container mit den Nebelnetzten und Fahrrädern in Dareda ankommen.

Hier Schüler aus dem Distrikt Dareda, die mit von uns gespendeten Rädern unterwegs sind.

Wir möchten allen Unterstützern und Helfern herzlich danken! 

Wer Fragen zu unseren Projekten hat, oder unsere Projekte unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.

 

Unsere Sorgenkinder sind zurzeit (und sicher auch noch weiterhin):

  • die Finanzierung der Lehrergehälter und sonstiger Kosten (Renovierung) der Forest Zone School.

  • Unterstützung des Udzungwa Professional Training Centers (UPTC), um den arbeitslosen Naturführern während der Corona Krise Perspektiven zu bieten, denn sie bekommen keine Unterstützung vom tansanischen Staat und müssen ihre Familien ernähren.

  • Bezahlung der Miete für die Bücherei, weil dort bis auf weiteres nicht mit Einkünften aus den Naturführungen, mit denen sich das Ausbildungszentrum, das mit dem Verein TECAYO kooperiert, über Wasser gehalten hat, zu rechnen ist.

  • Sponsoren für den Weiterbau des Heilkräutergartens,

  • Sponsoren für den Neubaus des Hühnerstalls, der für den Bau der Moringa-Trockenanlage weichen musste.

Insgesamt hat die Corona Pandemie auch in Tansania den Menschen das Leben schwerer gemacht. Wir freuen uns über jeden Mitstreiter, der hilft, diese für viele bedürftige Menschen, sehr bedeutenden Projekte zu unterstützen:

 

Spendenkonto: ped-world.e.V.

IBAN: DE04672300000002527000

Stichwort: Mang’ula, oder NAJU Weil der Stadt

B) Aktivitäten unserer NAJU Gruppe vor Ort in Weil der Stadt

Unsere Aktivitäten mit und für Kinder aus Weil der Stadt startete mit einem Workshop über Wildbienen Anfang März… wir erzählten Geschichten von Wildbienen und erklärten warum sie für uns und die Natur so wichtig sind.

 

Bei einer Expedition in die Natur, schauten wir, wo Wildbienen leben und was sie zum Überwintern brauchen.

Natürlich wollten die Kinder den Bienen auch helfen, so fingen wir an diesem Wochenende an, mit Kindern zusammen Wildbienennisthilfen zu bauen.

Auf unserer Agenda stand auch, ein großes Wildbienenhotel auf dem Gelände der Mehrgenerationsfarm zu bauen. Da der erste Lockdown dann aber bis Juni dauerte, sind wir damit in diesem Jahr leider nicht fertig geworden. Wir hoffen, auf ein besseres Frühjahr in 2021… dann geht es an diesem Projekt weiter.

 

Ganzjahres-Projekt: „Wir tun was für Tiere“

Neben unserer Aktion mit den Nisthilfen für Wildbienen führten wir mit Kindern im Grundschulalter übers Jahr verteilt aber noch verschiedene andere Workshops zu geschützten Tieren wie Fledermäuse, Igel, Kröten und Molche durch …

So starteten wir im März neben dem Wildbienenprojekt in Kleingruppen auch mit dem Bau von Igelhäuschen, während der Sommermonate mit dem Bau von 3 Amphibienteichen und im September noch einen größeren Workshop zu Fledermäusen durch.

In allen Fällen gehörte neben der Wissensvermittlung zu den Tieren und dem Kennenlernen der Lebensräume auch das Bauen von Nisthilfen zum Programm.

Hier zwei fertige Igelkästen

Auf der Mehrgenerationsfarm wurde von uns ja schon vor 2 Jahren ein kleiner Teich in Verbindung mit dem Bau einer Kräuterspirale gebaut. Dieser Teich wurde so gern von Molchen als Laichgewässer in Anspruch genommen, obwohl er nur so klein war, dass wir fanden, hier herrscht echte Not für Molche, denn der Graben der unterhalb der Farm fließt, führt fast kein Wasser mehr, weil dieses von den Kleingärtnern zum Bewässern ihrer Gärten abgepumpt wird.

Wir haben uns im Frühsommer deshalb schon an die Naturschutzbehörde des LRA gewendet. Es gab eine Begehung mit dem Naturschutzamt, einem Vertreter der Wasserwirtschaft und dem Leiter unseres Ordnungsamtes. Es wurde beschlossen, dass den Kleingärtnern mehr auf die Finger geschaut werden muss und die Stadt den Graben mehr pflegen sollte, damit es ein Lebensraum für Molche bleibt. Wir hoffen sehr, dass die Pflege des Grabens jetzt tatsächlich gemacht wird.

Zu den einzelnen Maßnahmen Bau der Amphibienteiche:

1000 Dank an dieser Stelle, an Fabrizio und Wolfgang!

Was hätten wir nur ohne Fabrizio gemacht, denn für den großen Teich an der Mehrgenerationsfarm brauchten wir dringend Hilfe, der Boden war so hart wie Zement… und auch beim Ausbaggern der Tierweitsprungstation am Keppi-pfad war Fabrizio unser Mann am Bagger.

Wolfgang hat wieder so herrlich mit seinem Know How und seiner Geduld das Tun der Kinder beim Teich Bau auf der Mehrgenerationsfarm gesteuert, so dass das Resultat einfach obergut geworden ist. Auch die 2 Stationen am Keppiweg wären ohne Wolfgang nicht so toll geworden, Vielen Dank.

Insgesamt haben wir in diesem Jahr 3 Teiche mit Kindern angelegt.

Hier Eindrücke von den Teichbau Aktionen auf dem NAJU Grundstück und auf der Mehrgenerationsfarm:

Unsere NAJU Gruppe war auch am Keppi-Weg Projekt beteiligt. Im Wald, oberhalb des Merklinger Sportplatzes wurde ja ein Naturlehrpfad gebaut, wir übernahmen den Bau von gleich 2 der 6 Stationen:

Es entstand die Station Spechtbaum:

Und die Station Tierweitsprung:

Unser geplantes Osterferienprogramm musste wegen Corona ja leider ausfallen.

Unsere geplanten Aktivitäten für die Pfingstferien konnten wir dann aber mit leichten Veränderungen und einem vom Gesundheitsamt akzeptierten Hygienekonzept stattfinden lassen. So ein Glück!

In den Pfingstferien gab es dann einen 2 tägigen Workshop „Zaubergärten“ , in denen Kinder sich in Töpfen kleine Gärten anlegten.

Auch kleine Beete in Gemüsekisten mit allerlei Leckereien zum Ernten wurden angepflanzt.

Hier nun ein kleiner Eindruck von unserem Waldausflug mit Kindern während des Pfingstferienprogramms.  Das Ziel war eine Rallye entlang dem Keppiweg.

Es hatte an diesem Tag geregnet wie aus Kübeln… trotzdem waren die Kinder mit viel guter Laune dabei!

Im Sommer führten wir dann, wie in den Jahren davor, unser alljährliches Kinderferienprogramm „Märchenzauber“ durch. Kinder verschiedener Nationalitäten tauchten eine Woche lang mit viel Spaß in die Welt der Märchen und Fantasiegeschichten ein.

Neben Geschichten hören und weiterspielen, konnten die Kinder sich auch ihre Spiel- Kulisse in der Natur selbst gestalten, Equipment basteln und allerhand Zubehör dazu kreieren.  

Hier wurde z.B. mit Märchenwolle, Drachenaugen hergestellt

Ausflug in den Wald

Ausflug an die Würm

Abenteuergeschichte „Drachenjäger“

Ein Drache wird befreit.

In der letzten Woche der Sommerferien wurden dann noch mal Igelhäuschen und Fledermauskästen gebaut.  Hier Eindrücke vom Fledermauskästen Bau Workshop:

Und wie man sieht, gehörten auch hier Igelhäuschen zum Programm dazu

Hier Bilder vom Sommerferienprogramm: Bauworkshop mit Kindern

Und zu guter Letzt : Unser Kinderprogramm in den Herbstferien:

Teilnahme am Kürbisschnitztag und einen Ausflug auf die Streuobstwiese mit Apfelsaftpressung für Kinder.

Auch diesmal gehörte ein Ausflug auf die Streuobstwiese dazu.

Mit einer kleinen Gruppe Kinder der Heinrich Steinhövel Schule gab es im Oktober auch noch einen Nistkastenputzete Vormittag, denn schließlich müssen wir uns auch noch um die vielen Nistkästen kümmern, die wir um die Schule herum im letzten Jahr aufgehängt haben.

Alle 2. Klassen der Heinrich Steinhövel Schule wurden von uns zum Thema Igel besucht.

Unterstützt wurden wir in diesem Jahr wieder von der Baden Württemberg Stiftung für unsere Bauprojekte mit Kindern , vielen Dank!

 

Sowie mit einer 1000 Euro Spende der Town und Country Stiftung für unser unermüdliches Engagement in der Arbeit mit Kindern.

Im November organisierten wir dann noch eine Containerbeladung mit Hilfsgütern für die sehr trockene Region im Norden Tansanias.

Dringend mussten 8 weitere Nebelnetze, und allerhand Equipment zum Zisternenbau sowie Wasserrinnen auf den Weg gebracht werden.

Da der Container in München beladen werden musste (dort lagerten die Nebelnetze, Wasseraufbereitungsequipment und 400 Meter Regenrinnen) mussten wir uns für den Transport von den 100 Rädern dorthin einen 7,5 Tonner mieten.

Wir hätten gerne schon Mitte des Jahres einen Container von Weil der Stadt aus beladen. Leider waren aber die Umstände mit den Coronaeinschränkungen für uns zu unüberschaubar, so dass wir nun alles auf nächstes Jahr verschoben haben.

Vielen Dank an unsere Freunde vom ADFC Renningen, die uns bei den Beladungen stets unterstützen!

Außerdem wurden wir von der Peter Härtling Schule angefragt, bei einem Projekt zu helfen, in dem 8.Klässler lernen Fahrräder zu reparieren.

Ein Klacks für Hartmut, der sich seit Beginn in unserem Fahrräder für Afrika Projekt engagiert. Hartmut ist auch unser Kontaktmann zum ADFC Renningen, die uns bei unseren Containerbeladungen stets tatkräftig unterstützen: Seit September beteiligen wir uns nun an dem Projekt (AG) der Peter Härtling Schule…

Hartmut ist seitdem wöchentlich mit seinem Know How und Werkzeugkasten vor Ort, um sein Wissen weiter zu geben. 

Zum Thema NAJU und Tierschutz

 

Es ist ja bekannt, dass wir, wie in allen anderen Jahren auch, im Herbst kranke oder verletzte Igel aufpäppeln.

In diesem Jahr war die Anzahl der von uns versorgten Igel allerdings ein Rekord, den wir, wenn wir ehrlich sind, nicht so bald wiederholen möchten.

Dadurch, dass die Igelstation in Darmsheim in diesem Herbst wegen gesundheitlicher Probleme von Frau Schwarz kurzfristig schließen musste, hat das Tierheim Böblingen, und auch das Umweltzentrum Sindelfingen  

viele Fund-Igel direkt an uns weiter vermittelt.

Nach 2 Igelinformationsveranstaltungen (organisiert von Birgit Aubert) im ehemaligen VIZ im Oktober), an denen wir auch mitgewirkt haben, wurde dann zum Glück eine Igelnothilfegruppe ins Leben gerufen,

in der nun Dank Engagement von ca 10 engagierten Tierschützern auch an anderen Standorten Igel versorgt werden können. Da Monika Schwarz ansonsten die medizinische Pflege der Igel macht, mussten wir Ersatz-Igel Aufnahmestellen nun viele Fahrten mit den Igeln zu Tierärzten oder Krankenstationen auf uns nehmen.

Es ist eigentlich wichtig, dass jeder weiß, dass die Igelpfleger ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten. Sie bekommen kein Geld, auch nicht für Futter oder Medikamente. Hinzu kommen Kosten für die Ausstattung der Boxen, für erhöhte Kosten durch mehr Müllaufkommen usw. Jeder der schon mal Igel gepflegt hat weiß: Igel machen viel Arbeit, ...  sie fressen auch viel... man muss sie 2 x am Tag sauber machen, es fällt viel Müll an.

Wir lieben aber natürlich Igel sehr und freuen uns über jeden der es am Ende geschafft hat.

 

Manche der Igel, die wir hier bei uns aufnehmen mussten, konnten wir noch im Oktober bis Anfang November wieder auswildern. Viele Igel kamen aber auch noch spät im Jahr zu uns, so dass wir 8 Igel behütet bei uns überwintern lassen müssen. Vielen Dank an all die vom Igelnetzwerk, die mir von den anderen Igeln welche abgenommen haben 

Im Frühjahr werden dann auch unsere 8 letzten hoffentlich gut ausgeschlafen und erholt, in die Freiheit entlassen werden können.

Insgesamt wurden von uns in diesen Herbst/ Winter 42 Igel  betreut und manche davon eben jetzt sogar über den ganzen Winter. Das war Rekord , sogar für uns! 

"Solidarität bedeutet für uns, durch praktisches Handeln füreinander einzustehen.

Wir können nur dann in Frieden miteinander leben, wenn wir die Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal anderer überwinden."

Auf ein besseres Jahr 2021!

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